Infoveranstaltungen

Wann: 15.04.2015, 19:00 Wo: Haus der SeniorInnen, Bad Kreuznach
  • die Ernte teilen

  • wissen woher`s kommt

Das Forum für Solawi-Mitglieder ist da!

Solidarische Landwirtschaft

Am 1. Mai 2015 haben wir eine solidarische Landwirtschaft auf dem Schwalbenhof gestartet. Das Konzept passt genau zu unserer ökologischen und vielfältigen Ausrichtung der Landwirtschaft, die wir seit Jahren in dieser Form betreiben. Eine solidarische Landwirtschaft in den laufenden Betrieb und die „Normalvermarktung“ ( Hofladen, Markt, ..) zu integrieren, war bisher die große Hürde. Die gelungene Startveranstaltung am 1. März 2015 hat uns ermutigt, weiter am Ball zu bleiben und intensiv am Ausbau der Solidargemeinschaft zu arbeiten. Hier eine kurze Information zu dem Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft. Bei Interesse bitte einfach eine mail an kontakt@schwalbenhof.de:

Der Strukturwandel im landwirtschaftlichen Bereich führt zur Aufgabe immer mehr bäuerlicher Betriebe. Mittlerweile kommen 2% landwirtschaftliche Erzeuger auf 98% Verbraucher, Tendenz fallend. Die Perspektive geht in eine komplett industrialisierte Landwirtschaft. Die Idee der solidarischen Landwirtschaft wurde von Trauger Groh, ehemals Landwirt in Norddeutschland und in die Staaten ausgewandert, in den USA als Community supported Agriculture ( CSA ) ins Leben gerufen. Mittlerweile haben 22 Betriebe in Deutschland das Netzwerk solidarische Landwirtschaft gegründet.

Der neue Gedanke daran ist, dass nicht die Lebensmittel selbst bezahlt werden, sondern die Vorraussetzung, dass diese hergestellt werden können, bzw. wachsen können. So wird die Lebensmittelerzeugung ein Stück in die Selbstverantwortlichkeit der Verbraucher gelegt. Einkommen und Arbeitsleistung werden getrennt gedacht. Durch diese Entkoppelung entsteht mehr Freiheit in der Handlung. Idealerweise ermöglicht dies die von allen Beteiligten gewünschte und angestrebte praktische Pflege und den schonenden Umgang mit Tieren und Pflanzen und der gesamten Naturgrundlage, weil kein wirtschaftlicher Druck mehr existiert. Ökologische Gesichtpunkte gehen vor ökonomischen. Diese Gedanken wollen wir mit Ihnen bewegen und laden Sie dazu herzlich ein!

 

Die Grundprinzipien einer Solawi (Solidarische Landwirtschaft) sind:SONY DSC

  1. bedeutet Teilung von Risiko und Verantwortung in der Landwirtschaft;
  2. bedeutet solidarische Gestaltung des Wirtschaftsprozesses auf der Basis gegenseitigen Vertrauens;
  3. bedeutet Einigung  auf den Standard der Anbaumethoden;
  4. bedeutet Einigung auf die Höhe der Kosten der landwirtschaftlichen Produktion. Diese Kosten werden von den Verbraucher*innen gemeinschaftlich aufgebracht;
  5. erzeugt verlässliche Verhältnisse zwischen ihnen, die längerfristig und verbindlich angelegt sind;
  6. erzeugt Freiheit von ökonomischem Zwang in der landwirtschaftlichen Produktion;
  7. erzeugt einen ökologischen Mehrwert für die bewirtschaftete Natur und deren Pflege und Entwicklung.

 

Vorteile für Verbraucher*innen

  • Lebensmittel verlieren ihren Preis und bekommen ihren Wert zurück
  • Qualitätsvolle, regionale und saisonale Lebensmittel
  • Transparenz und Identifikation mit „ihrem Hof
  • Neuer Bezug zur Landwirtschaft und zum Boden als Grundlage der menschlichen Existenz kann
    entstehen
  • Erfahrungsräume und Bildung:Gemeinschaftsaktionen bei Ernte, Einkochaktionen, gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit
  • Mitsprache bei Sortenwahl und Vielfalt
  • Einnahme einer aktiven, handelnden Position, statt Konsum mit zunehmend weniger Wahlfreiheit

Vorteile für Landwirt*innen

  • Unabhängigkeit von Marktmechanismen
  • faire Löhne und Arbeitsbedingungen
  • Risiken werden auf viele Schultern verteilt
  • Planungssicherheit
  • Unabhängigkeit von Subventionen und
    begrenzten Förderzeiträumen
  • Landwirt*innen können sich auf ihre Hauptaufgabe „Lebensmittelerzeugung konzentrieren
  • gesteigerte Motivation, da die Landwirt*innen nicht für anonyme Verbraucher*innen produzieren (direkte Wertschätzung der Lebensmittel

Termine für Infoveranstaltungen:

– in Bad Kreuznach

Wann: Jeden letzten Mittwoch im Monat trifft sich die Initiativgruppe Bad Kreuznach

Wo: „mach ebbes!“ – Kunst & Kreativwerkstatt – Mannheimer Straße 55 – 55545 Bad Kreuznach   http://www.mach-ebbes.de

Termine für Durchführungsveranstaltungen:

(für Mitglieder und stark Interessierte):

 – auf dem Schwalbenhof

Wann: Sonntag, 06. November 11:00

Wo: Schwalbenhof – Schulpavillon, Rathausstr. 21, 55608 Berschweiler

 

Datum Veranstaltung für Mitglieder der Solidargemeinschaft und Interessierte
06. November 2016 Jahreshauptversammlung Solawi

 

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