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Wann: 15.04.2015, 19:00 Wo: Haus der SeniorInnen, Bad Kreuznach

Rückblick in das Jahr 2013

von / Montag, 27 Januar 2014 / Veröffentlicht inNeuigkeiten

Wir haben‘s geschafft! Ende des Jahres konnte die lang ersehnte Heuscheune auf den Stallneubau gezimmert werden! Nachdem wir die Bank vom Wert des Hofes und unserer Arbeit überzeugen konnten, ging‘s los! Das beeindruckende Bauwerk dient der Heubergung mit integrierter Heutrocknung. Sobald ein Heukran installiert ist, ist es möglich, auf Silofütterung zu verzichten. Durch die Heutrocknung können die gemähten Wiesen nach einer sehr kurzen Trocknung im Freien eingefahren werden. Die vielen Blüten und Blätter, die dem feuchten Mähgut anhaften, ermöglichen ein energiereiches, qualitativ erstklassiges Futter für unsere Milchkühe. Das macht sich geschmacklich in der Milch bemerkbar und wir können das ganze Jahr über Käse herstellen. Wir streben an, die gesamte Milch selbst zu verarbeiten. Viele Schritte in diese Richtung sind schon gemacht: Die neue Käserei wurde bezogen, Marian bildet sich in der handwerklichen Milchverarbeitung fort und arbeitet bereits sehr erfolgreich an unterschiedlichen Kreationen. Neben Frischmilch, Joghurt, Quark und Frischkäse, stellt er den leckeren Schwalbert (Camembert-Art) her. Der Schwalbert erfreut sich überaus großer Beliebtheit! Mit der EU-Zulassung kann die Milchverarbeitung 2014 richtig durchstarten.

Da nun die Scheune steht, können auch endlich die Kühe in den neuen Stall einziehen. Aktuell treffen Clemens und Anselm die letzten Vorkehrungen und bereiten die Kühe auf den Umzug vor. Für die Kühe bedeutet das eine enorme Veränderung, was viel Beobachtungs- und Einfühlungsvermögen verlangt. Die 33-köpfige Milchviehherde konnte im letzten Jahr zu einem Großteil direkt durch Hof nahe Weiden ernährt werden. Das von Anselm eingeführte Kurzrasenweidesystem hat sich, auch aufgrund der günstigen Witterung, mittlerweile bestens etabliert. Die Idee ist, dass die Kühe die Grasnarbe konstant und gleichmäßig kurz halten, sodass der junge Aufwuchs ihnen „direkt ins Maul wächst“. Erst im Spätsommer musste zusätzlich Kleegras gemäht werden.

Auch die Wollschweine haben eine neue Behausung. So hat Marian gemeinsam mit Geselle Simon und Langzeit- Praktikant Florian eine „Schweinevilla“ gezimmert. Nun haben die Schweine einen überdachten Fressplatz, und die Weide kann für die Gruppenhaltung gut aufgeteilt werden. Melanie hat den reinrassigen Wollschweineber Gimmli angeschafft und kümmert sich nun um die wollige Bande.

Für die Bienen und damit für die Demeter-Imkerei am Schwalbenhof war das Jahr 2013 ein durchaus erfreuliches. Allerdings überwiegend im Hunsrück. Das Imkerteam Susanne Weirich und Robert Friedrich hat neben den Standorten auf dem Schwalbenhof und neuerdings auch auf dem Bornwiesenhof (ebenfalls Hunsrück), Standplätze am Schloss Freudenberg in Wiesbaden und bei Alnatura in Bickenbach. Die Erträge an den Hunsrückstandorten waren hervorragend, während in der Rheinebene die Ernte teilweise praktisch ausgefallen ist. Bildungsangebote und Märkte konnten die Ausfälle gut auffangen. Auch die bewährte Kerzenwerkstatt im Schloss Freudenberg läuft von September bis Februar sehr erfolgreich. So schwirrt das Imkerteam mit zahlreichen Mitarbeitern und Praktikanten in einem weiten Radius umher. Der Wunsch ist allerdings, vermehrt im Hunsrück zu arbeiten. So ist auch in diesem Jahr hier auf dem Hof ein Bienenseminar angedacht und zwar für den 26. April 2014. Bei Interesse bitte anmelden unter der.bien@web.de

Als neues und beeindruckend größtes Hofmitglied durften wir Tom begrüßen. Der Shire, eine englische Kaltblutrasse, ist vom Dottenfelderhof auf den Schwalbenhof umgezogen. Er hat sich bereits im kleinen Umfang als Schulpferd und als Kutschpferd bestens bewährt. Mit kleinen Arbeitsgeräten plant Anna, zusammen mit Tom, die eine oder andere Ackerfurche zu bearbeiten. Zuggeschirr und Geräte sind auch vorhanden, fehlt nur noch die Zeit und der Mut zum Versuch!

Abgesehen von den Kartoffeln, die unter dem nassen und sehr kalten Frühjahr gelitten haben, war die Ernte zufriedenstellend. Das Getreide konnte von Anselm und Clemens mit Hilfe von Lehrling Daniel und Praktikant Milan rekordverdächtig rasch eingefahren werden und das trotz Flächenzuwachs. Auch qualitativ ist Backchefin Lisa durchaus zufrieden. Eine neu-gebrauchte Getreidereinigung hilft, einen der Verarbeitungsschritte in Richtung fertiges Brot effizienter zu gestalten. Das Besondere an unserem Holzbackofenbrot ist nämlich, dass komplett alle Arbeitsschritte direkt auf dem Hof passieren: Von der Aussaat bis zur Ernte, dem Reinigen, dem Vermahlen bis zum fertigen Brot. Sogar das Holz wird zusammen mit Schulklassen im Wald geschlagen.

Die Arbeit mit den Schulklassen war auch im letzten Jahr als ein zentraler Bestandteil des Hofgeschehens sehr fruchtbar. Die Schüler haben fleißig Unkraut gehackt, Weidezäune freigeschnitten, den Stall gekalkt, die alte Heuscheune mit kleinen Heuballen vollgesetzt und vieles mehr. Das Hoffest war zusammen mit der Nürnberger Waldorfschule, den tollen Helfern, den zahlreichen Besuchern, dem Wetter und mit Broom Bezzums als Liveband eine gelungene Attraktion!

Neben den Waldorfschulen kommen nun auch vermehrt regionale Schulen und Kindergärten auf den Hof. Im Rahmen des Lernort Bauernhof-Projektes dürfen die Kinder und Jugendlichen zusammen mit Anna die Tiere kennenlernen, streicheln, einstreuen und füttern. Die Pflanzenwelt wird dann auf einer Felderrundfahrt erforscht. Der Bauernhof als Lernort gewinnt zunehmend an Bedeutung und soll auch auf dem Schwalbenhof intensiviert werden.

Unser Urlaubsangebot hat sich im vergangenen Jahr zunehmender Beliebtheit erfreut. Wir waren gut ausgebucht und einige Familien haben sich rege am Hof- und Stallleben beteiligt. Wir freuen uns, dass so viele nette Menschen den Hof belebt haben und hoffen, Einige im kommenden Jahr wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Das kommende Jahr verspricht ein sehr Spannendes zu werden. Viele Pläne und Ideen wollen in die Tat umgesetzt werden. So plant Melanie gemüsebaulich aktiv zu werden und auf ein paar Reihen Acker unterschiedliche Kulturen zu pflanzen. Die große Nachfrage an Eiern lässt uns mit einem Hühnermobil liebäugeln. Gemeinsam mit dem nahen Kupferbergwerk planen wir Höhlenkäse zu produzieren. Die Idee einer solidarischen Landwirtschaft begleitet uns und will weiter überlegt werden.

Ganz konkret steht für das kommende Jahr der Bau des Melkstandes an. Aus diesem Grund haben wir das nächste Hoffest für 2015 angesetzt, wenn hoffentlich die größten Baustellen abgeschlossen sind. Veranstaltet wird dennoch ein Bienenseminar, Kräuterseminar und endlich – aufgrund zahlreicher Anfragen – wieder das Christgeburtsspiel Ende 2014!!

Auf ein Wiedersehen zu diesen Veranstaltungen freut sich, herzlichst

 

das Schwalbenhofteam

 

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