Infoveranstaltungen

Wann: 15.04.2015, 19:00 Wo: Haus der SeniorInnen, Bad Kreuznach
  • biologisch dynamische Landbewirtschaftung

  • Das Futter ist aus eigenem Anbau

 

Seit 1979 wird der Schwalbenhof biologisch-dynamisch bewirtschaftet.
Er ist der erste ökologisch arbeitende Bauernhof im Nahe- Hunsrück Raum.

 

1983 erhielt der Hof die Anerkennung.

 

Die Grundlage

Ernte4_klDie landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt 121 Hektar (ha), welche sich in 68 ha Grünland und 53 ha Ackerland aufteilt. Die natürliche Grundlage, auf welcher Ackerbau und Viehhaltung betrieben werden kann, ist karg. Man spricht von Grenzertragsböden (viel Steine gabs und wenig Brot). Eine alte Umschreibung der hiesigen Verhältnisse. Wir haben es hier meist mit einem leichten sandigen Lehmboden zu tun. Die Bodenkrume beträgt ca 15 bis 18 cm, darunter befindet sich massiver Fels in Form von Vulkanverwitterungsgestein. Doch auf den Feldern befinden sich die schönsten Bergkristalle und auch Achate – wird sind also wohl „steinreich“. Die besonderen Bodenverhältnisse bewirken auch einen deutlich höheren Verschleiß bei allen Maschinen und natürlich auch einen erheblich höheren Kostenaufwand.

 

Bodenfruchtbarkeit

Durch diverse ökologisch und biologisch-dynamische Maßnahmen erhalten beziehungsweise verbessern wir stetig die Bodenfruchtbarkeit. Die Tiere des Hofes werden komplett von hofeigenen Futtermitteln ernährt (mit Ausnahme von Salz- und Minerallecksteinen) und mit hofeigenem Stroh eingestreut, was den Feldern in Form von Mist wieder zugeführt wird. Der wertvolle Mist, die siebenjährige Fruchtfolge und die eigens hergestellten biologisch-dynamischen Präparate sorgen für ein reges Bodenleben.

 

Niederschlag

Von Regen werden die Böden nicht gerade reichlich gesegnet, im Schnitt ca 500 bis 600 Liter pro Quadratmeter im Jahr. Die Folgen daraus sind immer wieder lange Trockenperioden im Sommer, welche Wachstum und damit den Ertrag beeinträchtigen. Trotz schwieriger Bodenverhältnisse haben unsere Backgetreidesorten Weizen, Roggen und Dinkel hervorragende Backeigenschaften. Dies bestätigt sich nicht nur in der hofeigenen Backstube, auch Abnehmer wie BrotArt setzen auf unser Getreide.

 

Die Ackerfrüchte

Die Landwirtschaft des Hofes zeichnet sich unter anderem durch die enorme Vielfalt der Ackerfrüchte aus. Neben dem Backgetreide (Weizen, Roggen und Dinkel) wird Tritikale, Hafer, Gerste, sowie Klee/Luzernengras, Erbsen und Rüben als Futter für die Tiere angebaut. Das zweijährige Kleegras bietet den Feldern die notwendige Regenerationsphase. Zusätzlich wird jährlich rund ein Hektar Zwiebeln und zwei Sorten Kartoffeln – Rosella (überwiegend festkochend) und Linda (festkochend) – für die Direktvermarktung beackert.

 

Das Ökosystem

GinsterDie Wiesen und Felder welche bewirtschaftet werden sind in ca 100 einzelnen Parzellen auf der gesamten Gemarkung verteilt. Die Felder sind häufig von Hecken und Niederwäldern gesäumt, was vielen Wildtieren und Vogelarten Lebensraum bietet. Der überaus starke Wildschweinbesatz deutet zwar auf ausreichend Rückzugsraum für  das Schwarzwild hin, erfreut aber nicht immer das Bauernherz. Die Wildschweine scheinen einen besonderen Feinschmeckersinn zu haben, denn die biologisch-dynamischen Äcker sind hoch frequentiert.

Die Landschaft rund um den Hof ist sehr beeindruckend. Der Ort Berschweiler liegt auf einer Hochebene ca 400 m über NN und man hat einen weiten Blick mit einem phantastischen Panorama. In jede Himmelsrichtung andersartig schön.

 

 

 

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