Infoveranstaltungen

Wann: 15.04.2015, 19:00 Wo: Haus der SeniorInnen, Bad Kreuznach

Brisante Themen

 

An dieser Stelle wollen wir auf aktuelle und hoch brisante Themen verweisen. Themen die jeden von uns betreffen, vor denen wir nicht die Augen verschließen sollten. Jeder kann für sich entscheiden, welchen Beitrag er leisten kann, um diese gegenwärtige Entwicklung aufzuhalten. Wie können wir unsere Bedürfnisse und unser Konsumverhalten so einstellen, dass auch die nächste Generation auf eine gesunde Lebensgrundlage hoffen darf?

 

Bienensterben

Bienen sind nicht nur für die biologische Vielfalt und ein funktionierendes Ökosyste16471464,13223224,dmData,bienensterbenm essentiell, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zu abwechslungsreicher und ausgewogener Ernährung. In etwa jeder dritte Bissen, den wir zu uns nehmen ist von der Bestäubung durch Insekten abhängig. Doch durch industrielle Landwirtschaft werden ihre natürlichen und naturnahen Lebensräume vernichtet. (Greenpeace Nachrichten, 30Jun2013)

Im Grunde sind Bienen für die ausufernde Agrarindustrie, die auf Rentabilität und grenzenloses Wachstum getrimmt ist, ein ständiges Ärgernis. Das zeigt sich schon an den Diskussionen um die Einstufung von Pestiziden in „bienenfreundlich“ und „nicht bienenfreundlich“.

Gefahr durch Pestizide

Im Zweifelsfall wird die Chemikalie eben doch ausgebracht – die Bienen müssen weichen oder sterben, wie im Frühsommer 2008, als in Baden-Württemberg 11.500 Bienenvölker ihr Leben lassen mussten, weil der großflächig ausgesäte Mais mit einem Tod bringenden Insektizid der Firma Bayer CropScience gebeizt war. Das Mittel enthielt Clothianidin, eines der bienengefährlichsten Wirkstoffe, die von Greenpeace zusammen mit sechs weiteren auf einer Liste genannt werden: Imidacloprid, Thiamethoxam, Fipronil, Chlorpyrifos, Cypermethrin und Deltamethrin. Das im April erlassene Teilverbot betrifft drei davon: Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam – und auch nur für zwei Jahre (vgl. Hoffnungssignal für Imker und Bienenfreunde. Die anderen dürfen weiterhin europaweit eingesetzt (PDF) werden. In hohen Konzentrationen schädigen sie besonders stark, aber auch geringere Dosen können die Insekten chronisch belasten. Die Bienen finden nach dem Sammelflug nicht mehr zu ihrem Bienenstock zurück, ihre Lernfähigkeit bzw. das Geruchsgedächtnis ist beeinträchtigt. Die Entwicklung vor allem von Larven und Königinnen ist gestört, und sie sterben häufiger. Die Gifte dringen in das Gefäßsystem der Pflanzen ein. Einige werden routinemäßig zur Beizung von Saatgut verwendet, um es vor Schädlingsbefall zu schützen. Keimt dieser Samen aus und beginnt zu wachsen, verteilen sich die Stoffe in den Stängeln und Blättern der Pflanze und gelangen in das so genannte Guttationswasser, das sich an den jungen Blattspitzen absondert. Auf diesem Wege gelangt es vom Pollen in den Nektar und in den Bienenrüssel.

Die Bienen, die die Pflanzen bestäuben, sind diesen Chemikalien ständig ausgesetzt. Gefährlich sind auch die Interaktionen verschiedenster Pestizide, die in derselben Umgebung vorkommen. Pollen ist als Eiweißträger die Hauptnahrungsquelle der Honigbienen. Amerikanische Forscher wiesen 2010 in den USA in Pollen 98 Pestizide in sehr hohen Bienen schädigenden Konzentrationen nach. Der Pollen enthielt im Schnitt sieben verschiedene Wirkstoffe. (heiseonline, 14Jun2013)

Ökonomen schlagen Alarm

Geht das derzeitige Bienensterben ungebremst weiter, würde das einen riesigen finanziellen Schaden verursachen. Zudem müssten wir auf zahlreiche Nahrungsmittel verzichten. (Von Stephan Maaß und Gesche Wüpper) Weltweit sorgen die kleinen Arbeiter für eine Wertschöpfung von etwa 200 Milliarden Euro, so das Labor für theoretische und angewandte Wirtschaft des wissenschaftlichen Forschungszentrums CNRS in Montpellier. „Aber die seit Jahren rückläufigen Bienenzahlen gefährden die Bestäubung und schaden somit erheblich der landwirtschaftlichen Produktion. Diese von der Natur gebotene Dienstleistung hat also erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen“, sagt Jean Michel Salles, Umweltökonom des Labors….“Drei Viertel der Pflanzenkulturen, die die Menschheit ernähren, sind abhängig von Bienen“, sagt Wissenschaftler Bernard Vaissière vom französischen Landwirtschaftsforschungsinstitut INRA in Avignon. (DieWelt, 20Sept2013)

morethanhoney

Der Film zum Thema:  More than Honey

 

 

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